Finanzielles Ergebnis in Kürze

Zahlen 2018

Alain Jourdan, CFO / Stv. CEO

Die EBL behauptet sich in einem sehr kompetitiven Marktumfeld: Trotz Preiserosionen und tieferen Temperaturen erhöhte sich der Konzernumsatz um 1,3% auf MCHF 221,8. Der EBITDA konnte dank verbesserten Bruttogewinnmargen und einem konsequenten Kostenmanagement überproportional um 8,7% auf MCHF 60,7 gesteigert werden. Das sehr erfreuliche Finanzergebnis von MCHF 0,2 (Vorjahr MCHF –3,1), gepaart mit dem starken operativen Erfolg, verbesserte das Ergebnis vor Steuern um 33% gegenüber dem Vorjahr auf MCHF 29,1. Anhaltende starke Cashflows reduzieren die Fremdfinanzierung bei gleichzeitig aktiver Investitionstätigkeit. Mit einer Eigenkapitalquote von 68% ist die EBL ein kerngesundes Unternehmen.

Umsatz

Der Umsatz im Geschäftsbereich Strom konnte dank steigendem Absatz bei intensivem Wettbewerbs- und Preisdruck um 2,8% gegenüber dem Vorjahr erhöht werden. Das Privatkundensegment in Deutschland verzeichnete ein Wachstum in Lokalwährung um 7%. Im Geschäftsfeld Netz stieg der Umsatz um 8,3% aufgrund MCHF 5,4 höherer staatlicher KEV-Abgaben. Die erneut gesenkten EBL Netzpreise konnten diesen Anstieg nicht kompensieren. Das Geschäftsfeld Wärme steigerte den Umsatz um erfreuliche 6,4% gegenüber dem Vorjahr, obwohl die Anzahl Heizgradtage 9% unter Vorjahr lag. Insgesamt wurden 193,7 GWh Wärme geliefert, davon mehr als 74% aus erneuerbarer Energie. In der Telecom werden die Kunden im Emmental und in der Luzerner Landschaft seit Herbst 2017 vom Provider UPC für die Produkte Internet, Telefonie und Digital-TV bedient. Diese Angebote werden den Kunden neu direkt von UPC in Rechnung gestellt und die EBL wird mit einer Umsatzprovision entschädigt. Diese Umstellung erklärt massgeblich den 8,6% Umsatzrückgang auf MCHF 36,1.

Bruttogewinnmarge

Trotz steigendem Umsatz konnte der Material- und Energieaufwand auf Vorjahresniveau gehalten und die Bruttogewinnmarge verbessert werden.

Kosten

Dank der konsequenten Prozess- und Kostenoptimierung ist es gelungen, die Personalkosten – trotz Lohnerhöhung von rund 1% – um 1,5% unter Vorjahr zu halten. Die anderen betrieblichen Aufwendungen bewegen sich unverändert auf Vorjahresniveau. Während die Sachkosten um MCHF 1,6 gegenüber dem Vorjahr reduziert wurden, konnten in der Berichtsperiode MCHF 2,2 Rückstellungen für Geschäftsrisiken aufgelöst werden (Vorjahr MCHF 4,0). Die Hälfte der Erhöhung der Abschreibungen ist auf Sonderabschreibungen von MCHF 0,5 zurückzuführen.

Finanzergebnis

Das Finanzergebnis verbesserte sich um MCHF 3,3 gegenüber dem Vorjahr. Dazu beigetragen haben der Verkaufserlös der Beteiligung Holzkraftwerk Basel AG (MCHF 1,0) sowie die Auflösung der Wertberichtigungen auf der Alpiq-Hybridanleihe von MCHF 0,4, welche im Vorjahr um MCHF 0,9 abgewertet wurde. Dank der starken Cash-Generierung konnte der Finanzaufwand um MCHF 0,5 reduziert und der Finanzertrag um MCHF 0,3 gesteigert werden.

Mittelflussrechnung

Der robuste Cashflow aus Betriebstätigkeit von MCHF 61,0 wurde zur Finanzierung der Investitionen von MCHF 36,0 (Vorjahr MCHF 32,4) sowie zur Reduktion der Nettoverschuldung um MCHF 26,6 MCHF auf MCHF 48,9 verwendet. Die Kennzahl Entschuldungsfaktor (Nettoschulden dividiert durch EBITDA) beträgt sehr komfortable 0,8 (Vorjahr 1,3)

Konsolitierte Erfolgsrechnung
Konsolidierte Bilanz
Konsolidierte Geldflussrechnung

Der Geschäftsbericht 2018
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