E-Mobilität

Motor der Nachhaltigkeit. Die EBL bewegt mit Strom

Förderung der E-Mobilität als Massnahme für eine nachhaltige Energiezukunft

Der 11. März 2015 markiert einen Meilenstein in der Firmengeschichte der EBL. Mit dem öffentlichen Kick-off-Event zum Schwerpunktprogramm E-Mobilität erfolgte vor 600 Interessierten im Muttenzer Pantheon der offizielle Startschuss zur Umsetzung der EBL Mobilitätsstrategie.

Mobilität ist ein Thema, das alle Menschen bewegt und direkt mit dem Klimawandel zusammenhängt. Hier spielt die EBL eine Vorreiterrolle, indem sie bewusst umweltschonende E-Mobilität fördert, um diese kontinuierlich in der Gesellschaft zu verankern. Damit leistet die EBL als Pionierin der erneuerbaren Energien und der Energieeffizienz einen konsequenten Beitrag gegen den Klimawandel. Dass die firmeneigene Mobilitätsstrategie für Taten steht, widerspiegelt die Umsetzung der Fördermassnahmen: Projekte wie die flächendeckende Errichtung von Ladestationen für E-Fahrzeuge im Versorgungsgebiet der EBL sind erfolgreich angelaufen. Sie unterstreichen den Anspruch, der selbst aufgetragenen Verantwortung für eine nachhaltige Energiezukunft gerecht zu werden. Entsprechend ambitioniert sind die Ziele: Bis 2018 soll ein Netz von Schnellladestationen realisiert sein; nur eine der Massnahmen, um bis 2020 die angestrebte Zahl von 10 000 E-Fahrzeugen auf die hiesigen Strassen zu bringen.

Positive Resonanz aus der Bevölkerung

E-Mobilität als konkurrenzfähige Art der Fortbewegung in den Köpfen zu etablieren, erfordert viel Überzeugungsarbeit. Die Vorteile der energieeffizienten und sauberen Mobilität wollen intensiv kommuniziert sein. Hier ist die EBL sehr aktiv und auf mehreren Kanälen präsent, unter anderem mit dem Informationsportal www.ebl-mobility.ch. Auf viel positive Resonanz stiessen im Berichtsjahr die Informationsveranstaltungen und Erlebnistage in Liestal sowie Sissach. Indessen geht die EBL selbst mit gutem Beispiel voran: Beim eigenen Wagenpark wird bereits fleissig auf E-Fahrzeuge umgesattelt.

EBL On Tour

Persönliche Beratung schafft Kundennähe

Marketingkampagne rund um den Oldtimer EBL VW Bus

Sommerfeeling, gepaart mit Wortwitz, versprühte die EBL in der warmen Jahreszeit des Berichtsjahres. Eine auffallende 360-Grad-Marketingkampagne führte den firmeneigenen VW Bus mit Baujahr 1974 im frischen EBL Look durch das Telecom-Verteilgebiet im ganzen Land. Der Bus selbst legte während seiner Charmeoffensive im Zeichen der Kabelnetzprodukte in sieben Monaten über 10 000 km zurück. Auf der Suche nach neuen «Surfern» erreichte das Promotionsteam an 143 Tagen und 65 Standorten 4000 Besucher.

Information und Attraktion schafft regionale Präsenz

Mit dem Tourbus konnte die EBL in den Regionen Aufmerksamkeit für das leistungsstarke Kabelnetz und die kabelgebundenen Produkte Internet, TV und Telefonie generieren. Attraktiv aufgemachte Produktinformationen und interaktive Elemente wie ein Fotowettbewerb und ein Onlinegame schafften auf verschiedenen Ebenen Nähe zur Zielgruppe. Die vielen positiven Feedbacks und Begegnungen zeugen vom Erfolg der Bustour – und so wird der EBL Bus auch im laufenden Jahr wieder schweizweit auf Tour gehen.

Effizienzsteigerung

Ein neues ERP-System mit Pioniercharakter

EBL setzt auf modernes ERP-System

Unternehmen durchleuchten sich idealerweise laufend selbst, um Prozesse zu hinterfragen und zu optimieren. Eine Möglichkeit, einen Quantensprung in der Effizienzsteigerung zu erzielen, ist die Einführung einer neuen, modernen voll integrierten ERP-Lösung. Betriebsprozesse sind das Rückgrat eines Unternehmens und erlauben es, den Kunden vorzügliche Dienstleistungen anzubieten. Um dies voranzutreiben und die bestehenden Systeme abzulösen, hat die EBL das Projekt WINe (Way Into New EBL) gestartet.

Die Aufstellung eines Projektteams mit sieben internen Teilprojektleitern und einer vollamtlichen Projektleiterin lässt durchblicken, welche Bedeutung dem neuen ERP-System beigemessen wurde. Die Entscheidung für Microsoft Dynamics AX in Verbindung mit der Branchenlösung MECOMS hat in der Schweiz Pioniercharakter. MECOMS konnte die EBL vor allem durch seine Agilität und seine ausgewiesenen Erfolge in aufstrebenden, kompetitiven Märkten überzeugen.

Einsparungen dank schlankerer Betriebsabläufe

Die Einführung eines komplett neuen ERP ist für jedes Unternehmen dieser Grössenordnung eine Herausforderung –
für die EBL jedoch eine Lohnende. Die verschiedenen Geschäftsbereiche stellten das Projektteam, das die Adaption der Software an die spezifischen Bedürfnisse vorantrieb und sich rasch mit den positiven Auswirkungen konfrontiert sah. So wird beispielsweise das Finanz- und Rechnungswesen allein durch die möglich gewordene vereinfachte Kontenführung jährlich 100 000 CHF einsparen können. Von der allgemeinen Effizienzsteigerung im Unternehmen profitieren dank der wettbewerbsfähigeren Preise nicht zuletzt die Kunden.

Der Weg zum Go-Live des neuen ERP Anfang 2016 war gut vorbereitet: Die kompakten Projektphasen unter der Aufsicht des Lenkungsausschusses und der weitsichtigen Teilprojektleiter garantierten eine effiziente Abwicklung – ganz im Sinne des übergeordneten Projektziels.

Lean Management

«flink12» hält die EBL bis heute fit

EBL setzt auf Lean Management

Seit mehr als einem Jahrzehnt wächst die EBL kontinuierlich. Neue Geschäftsfelder kamen dazu, Sparten wie Wärme und Telecom gewannen an Marktanteilen und Humankapital. Um die Prozesse im Unternehmen bei allem Wachstum flexibel und kosteneffizient zu halten, wurde «flink 12» ins Leben gerufen.

Das Aktionsprogramm nach Denkart des Lean Management (siehe unten) wurde absichtlich nicht mit einem Ablaufdatum versehen. Die auf Eigenverantwortung gründenden Massnahmen zur Vermeidung überflüssiger betrieblicher Tätigkeiten sind vielmehr zu einem nachhaltigen Qualitätsmerkmal der jüngeren Unternehmenskultur geworden – nicht zuletzt, weil sie nachweislich zur allgemeinen Zufriedenheit beitragen konnten. Nahm das Programm mit der Analyse und Optimierung von Prozessen seinen Anfang, liegt heute der Schwerpunkt der Verbesserung auf der Arbeitsplatzebene.

Lean Management

Lean Management stammt aus Japan und wurde nach dem Zweiten Weltkrieg entwickelt: Um auf den Weltmärkten bestehen zu können, mussten japanische Unternehmen zu jener Zeit mit bescheidenen Mitteln ihre Betriebe verbessern. Dabei hat man sich auf die Eliminierung von «Muda» (japanisches Wort für Verschwendung) konzentriert; d. h., alles, was keinen Nutzen bringt, wird systematisch eliminiert. Toyota gilt als das bekannteste Unternehmen, das Lean Management mit sehr grossem Erfolg betreibt.

Im Jahr 2015 fokussierte die EBL im Rahmen des «flink 12»-Programms auf die Verbesserung der Prozesse auf Arbeitsplatzebene. Dabei wurden die Instrumente Kaizen Board, 5S-Aktion sowie clean-up! eingesetzt. Es ist das erklärte Ziel der Unternehmensleitung, jeden einzelnen Mitarbeitenden zur Ausschöpfung von Effizienzsteigerungspotenzial zu verpflichten.

Unter dem Motto clean-up! ist seit Einführung des Lean Management bei der EBL ein grosser Strauss von Verbesserungsmassnahmen aus der Feder der Mitarbeiterschaft bereits umgesetzt worden; über 300 aus 1000 gesammelten Ideen. Klar ist: Sowohl clean-up! als auch die anderen Methoden haben bei der EBL Zukunft.

Unsere Mitarbeitenden

Der Arbeitgeber EBL

Das Beste aus den richtigen Mitarbeitenden herausholen

Als eine starke Arbeitgeberin in der Region Liestal setzt die EBL auf eine nachhaltige Personalpolitik. Unser Erfolg wird getragen von unseren engagierten und motivierten Mitarbeitenden. Im Zentrum unserer Firmenkultur stehen der Mensch und seine Fähigkeiten. Gleichzeitig sind wir als Genossenschaft im Rahmen unserer Möglichkeiten aufgeschlossen gegenüber Arbeitnehmenden mit einem Handicap.

Ambitionierte Unternehmensziele erfordern Mitarbeitende, die den Ehrgeiz und den Einsatzwillen mitbringen, diese zu erreichen. Als verantwortungsvolle Arbeitgeberin geht die EBL dabei keine Kompromisse ein: Fördern und fordern lautet die Devise. Rekrutiert wird mit dem Anspruch, die besten Mitarbeitenden für die Abteilung, die Linie und das Team zu gewinnen. Lieber setzt man bei Bedarf auf pragmatische Überbrückungslösungen, als vorschnell vakante Positionen zu besetzen. Praxistage, Assessments, das Lösen von Fallbeispielen oder die Unterstützung externer Berater helfen mit, eine solide Entscheidungsbasis zu erarbeiten, um die richtige Auswahl zu treffen. Stimmen Vorstellungen und Einstellung überein, ist die EBL der ideale Arbeitgeber für Menschen, die sich weiterentwickeln wollen – weil sie es dürfen, können und sollen.

Veränderungen prägen unsere Arbeitswelt. Besser zu werden, ist unsere Motivation,
um auch in Zukunft eigenständig zu bleiben. Um das Optimum aus unserem Humankapital herauszuholen, mobilisiert die EBL getreu ihrem genossenschaftlichen Selbstverständnis alle nötigen Kräfte – sei es bei der sorgfältigen Rekrutierung oder beim hohen Grad an zugeschriebener Eigenverantwortung innerhalb des Betriebs. Die Mitarbeitenden danken es mit Loyalität und hoher Einsatzbereitschaft. Wir streben dabei eine Kultur an, die nicht nur den Mut honoriert, eingeschliffene Abläufe zu hinterfragen – oder die Offenheit, das Unternehmen und sich selbst kritisch zu betrachten. Als Arbeitgeberin fördert die EBL auch aktiv die Fähigkeit der Mitarbeitenden, Innovationen aufzuspüren, Lösungen zu erarbeiten und die Überzeugung zu verinnerlichen, dass der Dienst am Kunden für das Unternehmen zentral ist.

Chancengleichheit umsetzen und soziale Verantwortung vorleben

Als essenzieller Bestandteil der Firmenphilosophie endet die Vorreiterrolle der EBL nicht bei den Kerngeschäften Energieversorgung und Telekomdienstleistungen. Sie zieht sich wie ein roter Faden durch alle Unternehmensbereiche. So wird in der Personalpolitik das Thema Chancengleichheit grossgeschrieben. Die EBL setzt sich seit jeher für die Eingliederung und Wiedereingliederung von erkrankten oder verunfallten bestehenden Mitarbeitenden sowie handicapierten neuen Mitarbeitenden in den ersten Arbeitsmarkt ein. In diesem Zusammenhang erfolgte Mitte 2015 die Auszeichnung mit dem iPunkt, einem Nordwestschweizer Gütesiegel, das gelebte soziale Verantwortung von Unternehmen belohnt und deren Kommunikation nach aussen unterstützt. Mit Massnahmen wie der Vermittlung von Trainingseinsätzen als realistische Belastungstests leistet die EBL ihren Beitrag im Sinne des Genossenschaftsgedankens. Mehrere Erfolgsgeschichten im Unternehmen nähren die Überzeugung, den eingeschlagenen Pfad weiter zu beschreiten und handicapierten Arbeitskräften bei ihrer Berufstätigkeit Hand zu bieten. Faire Lösungen und vollwertige Arbeitsplätze sorgen dafür, dass dies zur beiderseitigen Zufriedenheit geschieht.