Geschäftsbereich Strom - Solarstrom

Saubere Energie aus spanischer Sonne

Volldampf und hoher Besuch für Puerto Errado 2, dessen Betrieb und Unterhalt die EBL übernahm

Seit 2010 ist die EBL am südspanischen Solarkraftwerk Puerto Errado 2 (PE2) in der Nähe von Murcia beteiligt. PE2 besteht aus 302 000 m² Spiegelfläche, unterteilt in 28 je 900 Meter lange Solarfeldreihen, die Sonnenlicht gebündelt auf wassergefüllte Absorberrohre leiten. Im Innern des Rohrleitungssystems entsteht dadurch Energie in Form von Dampf, welcher über Turbinen und Generatoren die jährliche Strommenge für 15 000 Haushalte produziert.

Der Mut der EBL zum Investment in einen fortschrittlichen Energiemix blieb auch der Politik nicht verborgen: PE2 erhielt Besuch vom letztjährigen Nationalratspräsidenten Stéphane Rossini und vom Schweizer Spanien-Botschafter Thomas Kolly. Ins Berichtsjahr fällt auch die Übernahme der Betriebsführung von PE2 durch die EBL mitsamt 28 Mitarbeitenden.

Geschäftsbereich Strom – Stromvertrieb

Liberalisierter Strommarkt schafft Möglichkeiten für neue Vertriebsmodelle

Marktöffnung

In Voraussicht der schrittweise erfolgenden Öffnung des Schweizer Strommarkts gründete die EBL 2010 ihr Tochterunternehmen schweizstrom in Deutschland. Im damals bereits vollständig liberalisierten deutschen Strommarkt positionierte sich schweizstrom als zuverlässiger Lieferant von zertifiziertem Ökostrom aus 100 Prozent Wasserkraft. Dabei wurden im Hinblick auf den späteren Markteintritt in der Schweiz wertvolle Erfahrungen gesammelt. In der Folge wurde 2013 schweizstrom auch in der Schweiz gegründet. Hier ist man gegenwärtig auf Expansionskurs im ganzen Land, wo die Kundenzielgruppe mit einem Stromverbrauch von über 100 000 kWh von einem soliden Produkt zu günstigeren Konditionen als in der Grundversorgung profitiert. Mit den Privathaushalten eröffnet sich schweizstrom durch die ab 2020 bevorstehende komplette Liberalisierung des Schweizer Strommarkts künftig ein weiteres interessantes Segment.

Regelenergie

Regelenergie steht für den kontrollierten Ausgleich von Produktion und Verbrauch – mit dem Ziel, eine konstante Netzfrequenz sicherzustellen. Als Betreiberinnen von virtuellen Kraftwerken ermöglichen EBL und schweizstrom ihren Kunden Zusatzerlöse. Verfügt der Kunde über regelbare Produktionsanlagen (z.B. Notstromgruppe) oder Verbraucher, so kann er die abrufbare Leistung über EBL und schweizstrom am Regelenergiemarkt der Schweiz (Swissgrid) verkaufen und erhält hierfür bares Geld. Die Kunden helfen so der Swissgrid, das systembedingte Ungleichgewicht im Stromnetz abzufedern; dafür werden sie entschädigt. Eine klassische Win-win-Situation.

Geschäftsbereich Netz

Unterwerk Raurica - Grosse Steckdose für Baselbieter Wirtschaft

Pionierleistung von EBL und Coop auf 300 000-Quadratmeter-Areal

Die Aktivitäten rund um das Entwicklungsgebiet Salina Raurica haben für die regionale Wirtschaft Leuchtturmcharakter. Auf dem Areal, das als Herzstück der Baselbieter Wirtschaftsförderung gilt, entsteht in rasantem Tempo das neue Produktions- und Logistikzentrum von Coop. Dessen Strombedarf deckt die EBL mit dem neuen Unterwerk in der Prattler Rheinebene.

Zukunftssichere Stromversorgung

Die Grundsteinlegung des neuen Unterwerks Raurica im März 2015 war ein starkes Signal von EBL und ihrem langjährigen Partner Coop – ein Bekenntnis zur Region. Die Realisierung der Stromzentrale ist eine Pionierleistung, die dem gesamten Planungsareal Salina Raurica zugutekommt. Bereits Anfang 2016 konnte der erste Strom wie geplant von der neuen Anlage zum Coop-Neubau fliessen. Die Kapazität des Unterwerks mit seinem Transformator von 50-Kilovolt-Strom aus dem Hochspannungsnetz auf 13,6 Kilovolt für das Mittelstromnetz ist auf die Weiterentwicklung des gesamten Gebiets aus-gelegt. Die zukunftssichere Stromversorgung ist die Basis für die künftige Mischnutzung von Arbeiten, Wohnen und Freizeit.

Geschäftsbereich Wärme – Wärmeverbünde

Grosse Schritte in Richtung nachhaltige Energieschiene. 3ET nimmt Gestalt an

Erneuerbare Energieschiene Ergolztal (3ET) wächst mit ihren Wärmeverbünden

Die Erneuerbare Energieschiene Ergolztal (3ET) nimmt Formen an: Nach der Grundsteinlegung 2014 in Pratteln und dem Startschuss für die erste Bauetappe konnte im Berichtsjahr 2015 nun die erste Wärme aus der neuen Heizzentrale geliefert werden. Die Anlage verwertet Abwärme aus der ARA Rhein und Energieholz aus der Region. Gleichzeitig wuchsen vier der bestehenden Prattler Wärmeverbünde durch den Bau neuer Verbindungsleitungen zu einem grossen Wärmeverbund zusammen.

Das Jahr 2015 war mit hohen Investitionen in Pratteln, Sissach, Gelterkinden und Ormalingen wegweisend für den weiteren Verlauf des Leuchtturmprojekts 3ET, das mit einem Investitionsvolumen von insgesamt 340 Millionen Franken bis 2025 veranschlagt ist. Der Anteil erneuerbarer Energieträger soll bis dahin von einstmals 37 auf 80 Prozent gesteigert werden.

Ein weiterer wichtiger Schritt in Richtung Realisierung von 3ET war der Ende Jahr beschlossene Kauf des Fernheizkraftwerks Liestal per Anfang 2016. Die als Grossheizzentrale vorgesehene Anlage ist ein zentraler Puzzlestein für die schrittweise Verbindung der sieben bestehenden Liestaler Verbünde und den Erfolg der 3ET insgesamt. Die Energieschiene soll bis im Jahr 2025 durchgehend sein, erneuerbare Wärme für 27 000 Haushalte und ökologischen Strom für 9000 Haushalte liefern.

Karte

Geschäftsbereich Telecom

Kommunikation der Zukunft ist mit Sparpotenzial verbunden

Analoges Telefon verschwindet

Das Ende der analogen Telefonie naht: Spätestens Ende 2017 schaltet die Swisscom ihr Signal ab. Die Entwicklung von der analogen Telefonie hin zu Voice over Internet Protocol (VoIP) zeichnete sich mit dem rasanten Fortschritt der Kabelnetztechnik und grösseren Bandbreiten ab. Sie betrifft vor allem private Haushaltungen und KMU. Vom Prinzip her ist die Abschaltung des analogen Telefonnetzes für die EBL Telecom nichts Neues. So wurde das analoge Fernsehsignal in den TV-Kabelnetzen der EBL Telecom bereits 2014 abgeschaltet. In der Telefonie ist die Digitalisierung nun ebenfalls dort angekommen. Kunden, die den 3-in-1 Kabelanschluss schon besitzen, können bereits heute davon profitieren. Der Telefonanschluss und ein 2-Mbit/s-Internetanschluss sind darin ohne zusätzliche Kosten enthalten.

Kunden sparen analogen Anschluss 

Aus der aufgegleisten Abschaltung des analogen Telefonsignals ergeben sich für die Kunden der EBL Telecom gute Argumente, auf den 3-in-1 Kabelanschluss umzusteigen. Er bietet heute schon Sparpotenzial gegenüber einer analogen Telefondose und darüber hinaus einen umfassenden, gebündelten Telekommunikations-Service aus einer Kabeldose. Doppelte Anschlussgebühren werden obsolet. Dies kommuniziert die EBL Telecom ihrer Kundschaft intensiv.

Anschauliche Information macht Senioren Mut

Seitdem die Abstellung des analogen Telefonsignals feststeht, unternimmt EBL Telecom vermehrt Anstrengungen, die Zielgruppe der Senioren besser zu informieren. Insbesondere werden durch gezielte Informationskampagnen und eigens ins Leben gerufene Seniorenanlässe mit Anschauungsunterricht Ängste gegenüber gegenwärtigen Telekom-Technologien abgebaut. Namentlich gilt das für die 3-in-1 Kabeldose und ihre Vorzüge. Die grosse Resonanz auf derartig bedürfnisgerechte Angebote bestärken die EBL Telecom darin, auch bezüglich Kundennähe als Vorreiterin wahrgenommen zu werden.