EBL

«Wir bieten unseren Kundinnen und Kunden durch Innovation und Pioniergeist qualitativ hochwertige Dienstleistungen und überzeugen mit neuen und nachhaltigen Produkten. Wir wollen die Lebensqualität der Menschen verbessern. Das Engagement unserer Mitarbeitenden schätzen wir sehr und freuen uns, auch für die Umsetzung unserer Vision auf ihr wertvolles Know-how und ihre Begeisterung für die EBL zählen zu dürfen. Besser zu sein, ist unser Anspruch.»

Erich Geiser, Präsident des EBL Verwaltungsrates

Interview mit EBL CEO Urs Steiner

Im Gespräch

Pionierhaft, innovativ und erfolgreich – CEO Urs Steiner über die EBL und das Geschäftsjahr 2015.
 

In einem komplexen und herausfordernden Marktumfeld ist es der EBL auch im Geschäftsjahr 2015 wieder gelungen, ein solides Rechnungsergebnis zu erzielen. Wie zufrieden sind Sie?

Wir freuen uns sehr über den finanziellen Erfolg. Die Basis wurde vor Jahren gelegt, als bei der EBL der strategische Entscheid für ein Geschäftsmodell mit Fokus auf die drei Säulen Strom, Wärme und Telekommunikation gefällt wurde. Steht einmal ein Bereich unter Druck, erlaubt der eingeschlagene Weg der Diversifikation situativ einen finanziellen Ausgleich. Weitere Gründe für den guten Rechnungsabschluss sowohl des Berichtsjahres 2015 als auch früherer Jahre liegen in der fortwährenden Verbesserung der Effizienz und in der straffen Betriebsorganisation. Bleibt die EBL ihren Tugenden treu, sind auch in Zukunft stabile Rechnungsabschlüsse zu erwarten – gleichbedeutend mit einer eigenständigen und profitablen Zukunft.
 

Die EBL ist darauf bedacht, innovative Projekte zu unterstützen, darunter häufig solche mit Pioniercharakter. Wie wirken sich diese Investitionen auf das Rechnungsergebnis aus?

Wir müssen Gewinne erzielen, wenn wir die EBL weiterentwickeln wollen. Dass dies sichergestellt ist, zeigen die positiven Jahresergebnisse. Gleichwohl sind wir als Genossenschaft nicht dazu gezwungen, nach Gewinnmaximierung zu streben. Das gibt uns Spielraum für innovative Projekte mit Pioniercharakter. Die Beteiligung an Geo-Energie Suisse ist ein Beispiel. Hier geht es darum, ein neues Geothermieprojekt zu lancieren. Bei der Elektromobilität wiederum möchte die EBL in der Region als erste Ansprechpartnerin für Ladeinfrastruktur und neutrale Beratung zum Thema Elektrofahrzeuge wahrgenommen werden. Als führende Partnerin beim Thinktank «Energie Zukunft Schweiz» trägt die EBL neue Ideen und Konzepte zum Energiemarkt der Zukunft bei. Obwohl diese Aktivitäten aktuell keinen Gewinn abwerfen, sind sie für die Weiterentwicklung der EBL auf lange Sicht essenziell.
 

Die Liberalisierung des Strommarkts für Grosskunden sorgt unter den Schweizer Stromanbietern für zunehmenden Wettbewerb. Wieso reagiert die EBL auf diese neuen Marktbedingungen mit «schweizstrom»?

Aufgrund der Liberalisierung gingen 2012 und 2013 erste EBL Kunden an Mitbewerber verloren. Um den Kundenverlust im Netzgebiet zu kompensieren, hat man damit begonnen, mithilfe zukunftsweisender Stromprodukte schweizweit Kunden zu akquirieren. Dabei bestand eine der Herausforderungen im damals teilweise noch geringen Bekanntheitsgrad in vielen Landesteilen. Wir haben uns deshalb für den Auftritt unter dem unabhängigen Brand schweizstrom entschieden. Bereits im ersten Jahr wurde deutlich, dass sich potenzielle Kunden mit dem Brand sowie dessen Bezug zur Schweiz identifizieren – und dass sie Vertrauen fassen. Innerhalb von zwei Jahren steigerte schweizstrom seinen Bekanntheitsgrad auf ein ansehnliches Mass. Dadurch konnten landesweit Kunden für Strom und Dienstleistungen gewonnen werden.

Wie gelingt es der EBL, sich im zunehmend härteren Wettbewerb der Telekommunikationsbranche zu behaupten?

Der Geschäftsbereich Telekommunikation gilt bei der EBL als Triebfeder für effiziente, straffe Geschäftsprozesse – genauso wie für einen aggressiven Marktauftritt. Davon profitieren sämtliche Sparten der EBL. Das tägliche Bestehen im Telekommarkt schlägt sich in zweierlei Hinsicht positiv nieder: in einem äusserst stabilen Finanzergebnis sowie in einem erfreulichen Zuwachs bei den Dienstleistungsprodukten. So konnten wir in den Bereichen Internet (+5%) und Telefonie (+7%) weiter wachsen. Bei den Geschäftskunden wurden die Erwartungen übertroffen, obschon unser Glasfasernetz geografisch limitiert ist. Gemeinsam mit unseren Partnern durften wir unter dem Motto «Sekundarschulen ans Internet» ein weiteres zukunftsweisendes Projekt realisieren.