Geschäftsjahr 2018

HIGHLIGHTS

EBIT

(GEWINN VOR FINANZERFOLG UND STEUERN)

EBITDA

(GEWINN VOR FINANZERFOLG, STEUERN UND ABSCHREIBUNGEN )
 

ENTSCHULDUNGSFAKTOR

In 0,8 Jahren kann EBL Ihre Bankschulden aus eigener Kraft zurückzahlen.

Vorwort

120 Jahre für sie da.

Erich Geiser, Präsident des Verwaltungsrates

2018 war für die EBL ein Jahr mit vielen Veränderungen und Herausforderungen, mit spannenden Highlights und richtungsweisenden Entscheidungen. 2018 war auch das 120. Geschäftsjahr der EBL und darüber hinaus mit einem ausgezeichneten Betriebsergebnis (EBIT) von MCHF 28,7 sehr erfolgreich.

Eine grosse Veränderung stellten die Verabschiedung von CEO Urs Steiner und seinem Stellvertreter Beat Andrist aus der Geschäftsleitung sowie die Stabsübergabe an die neue Geschäftsleitung per 1. Juli 2018 dar.

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Zeitgleich zur Übergabe an die neue Geschäftsleitung, bestehend aus Tobias Andrist (CEO), Alain Jourdan (Stv. CEO), Adrian Koessler, Norbert Bäckert, Roger Bühler und Roger Scheidegger, wurde mit dem Verwaltungsrat eine Aktualisierung der Strategie durchgeführt und die Weichen für die kommenden Jahren gestellt. Dabei wurde klar, dass die EBL weiterhin aus fünf starken und gut diversifizierten Sparten mit Wachstumspotenzial besteht. Entsprechend wurden folgende Hauptstossrichtungen beschlossen:

  1. Ertüchtigung der Stromnetze für die zunehmende Dezentralisierung
     
  2. Forcierter Ausbau des Wärmegeschäfts durch Neuprojekte und Verdichtung
     
  3. Wachstum im Markt Deutschland bei der Energiebelieferung von Haushaltskunden
     
  4. Forcierung Telekomvertrieb und Netzertüchtigung
     
  5. Ausbau der Produktion erneuerbarer Energien im In- und Ausland

Keines der Geschäftsfelder ist ein Selbstläufer. Nur durch konsequente Fokussierung auf die Kundenbedürfnisse und stringentes Kostenmanagement wird die EBL langfristig erfolgreich, eigenständig und als Genossenschaft unabhängig sein. Mit der neuen Strategie sind die Weichen dafür gestellt.

Dass sich die EBL auf die Zukunft ausrichtet, zeigen auch die beiden Highlights «Swiss E-Mobility Hub» und «Experiment Anwil». Beide weisen auf die zukünftige Veränderung im Mobilitäts- und Energiebereich und die sich ergebenden Chancen hin. Diese Chancen wird die EBL nutzen, sodass wir auch zukünftig auf erfolgreiche Geschäftsjahre wie 2018 zurückblicken können.

Ich danke allen Mitarbeitenden, der Geschäftsleitung und dem Verwaltungsrat für ihr grosses Engagement im 2018 zum Wohle der EBL. Den Delegierten danke ich für ihre wertvolle und konstruktive Unterstützung.

«Nachhaltigkeit und Innovation stehen bei uns im Vordergrund.»

TOBIAS ANDRIST, CEO

IM GESPRÄCH

Interview mit Tobias Andrist, dem neuen CEO der EBL.

Die EBL ist ein bodenständiger, flinker, innovativer und unternehmerischer Energie- und Telekomanbieter. Diese Eigenschaften haben uns in der Vergangenheit erfolgreich gemacht und sind für die EBL auch in der Zukunft zentral. Im Mittelpunkt steht dabei der Mensch als Kunde, als Lieferant und als Mitarbeiter. Er ermöglicht es uns, die zukünftigen Herausforderungen zu meistern.

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Nach einem halben Jahr als CEO: Wie haben Sie diese Zeit erlebt?

Diese Zeit ist sehr spannend und herausfordernd gewesen. Die neue Geschäftsleitung und auch ich in der neuen Rolle mussten sich natürlich zuerst einmal finden. Einige waren ja auch neu bei der EBL. Dieser Prozess ist meines Erachtens sehr gut verlaufen und ich finde, dass wir bereits ein gutes Führungsteam geworden sind. Wir sind nicht immer gleicher Meinung, aber wir haben eine sehr gute Diskussionskultur. Neben diesem Aspekt hat sich für mich persönlich auch einiges verändert. Die Übergabe der Sparte Strom an Roger Bühler hat für mich auch ein Loslassen bedeutet. Interessanterweise ist mir das aber leichter gefallen, als ich gedacht habe. Natürlich auch, weil ich sehe, dass die Sparte in sehr guten Händen ist. Sehr wichtig und intensiv war auch die Überarbeitung der Strategie mit dem Verwaltungsrat und der Geschäftsleitung, da sie nun als Messlatte für die neue Führungsmannschaft und als Richtschnur für die gesamte Unternehmung gilt.

Sie haben die Strategie angesprochen. Was steht bei dieser im Mittelpunkt?

Im Strategieprozess haben wir klar erkannt, dass die EBL mit den fünf Sparten Strom, Stromproduktion, Netz, Wärme und Telecom ein diversifiziertes Portfolio mit einigem Wachstumspotenzial hat. Dieses Potenzial in den bestehenden Kompetenzgebieten wollen wir unbedingt ausnutzen und das steht im Mittelpunkt. Nicht zuletzt auch deshalb, weil wir mit rund 330 Mitarbeitenden sehr schlank aufgestellt sind und wir mit mehr Geschäftsvolumen in den Sparten Skaleneffekte nutzen können. Wir haben auch gesehen, dass die Zukunft schwer zu prognostizieren ist (Stichworte Marktöffnung, Digitalisierung, Dezentralisierung). Aus diesem Grund ist es sehr wichtig, dass die Organisation agil, unternehmerisch und schlank bleibt. In Zukunft werden wir uns noch stärker darum kümmern, die Mitarbeiter zu Höchstleistungen anzuspornen und ein attraktiver Arbeitgeber zu sein. Auch das steht im Mittelpunkt. Was auch nicht vergessen werden darf, ist die Zusammenarbeit zwischen Verwaltungsrat und Geschäftsleitung. Dank dem Strategieprozess haben wir eine klare gemeinsame Vorstellung, wohin die Reise gehen soll. Ich glaube, das ist sehr zentral für den Erfolg einer Unternehmung.

Wenn Sie die Genossenschaft EBL betrachten, was sehen Sie da als neuer CEO?

Ich sehe ein KMU, welches dank nachhaltigem und unternehmerischem Handeln sehr gesund ist. Das sehr gute Resultat 2018 widerspiegelt dies. Ich sehe eine tolle Belegschaft mit sehr viel Engagement und einem stark verbreiteten Willen, neue Chancen zu ergreifen. Dazu trägt auch die unternehmerische und kollegiale Kultur bei. Ich sehe eine Geschäftsleitung und ein Kader, welche Ambitionen haben, das Wachstumspotenzial zu nutzen. Ich finde auch, dass die EBL dank der Genossenschaftsstruktur eine sehr gesunde Verwurzelung in der Region hat. Die gute Beziehung, welche wir z.B. zu unseren Delegierten pflegen dürfen, hilft uns dabei sehr. Ich glaube auch, dass unser grosses Engagement für eine nachhaltige Energieversorgung laufend Früchte tragen wird. Aus diesem Grund werden wir auch in Zukunft noch stärker auf diese Karte setzen.

CEO Message

Auf zu neuen Herausforderungen

Tobias Andrist, CEO

Das Jahr 2018 war ein wichtiges Jahr der EBL. Zum einen wurde die Geschäftsleitung neu formiert. Zum anderen die Strategie 2023 festgelegt. Um organisches Wachstum zu beschleunigen, werden wir in den kommenden fünf Jahren in die bestehenden Geschäftsfelder Strom, Stromproduktion, Stromvertrieb, Telekom und Wärme rund 300 Mio. CHF investieren.

Bei der Umsetzung der Strategie setzen wir auf unsere Stärken: Innovation, Unternehmertum, Mut, Bescheidenheit und der Wille für eine nachhaltige Energiegewinnung. Doch für unseren Erfolg braucht es noch mehr, nämlich hoch motivierte Mitarbeiter. Deshalb werden wir unsere Arbeitnehmer über alle Hierarchiestufen fördern und weiterentwickeln. Wir sind der festen Überzeugung, dass wir mit der neuen Strategie erfolgreich sein werden. Die Erreichung der Ziele wird durch den schnellen gesellschaftlichen, technologischen und wirtschaftlichen Wandel herausfordernd werden. Doch genau dieser Wandel birgt auch Chancen. Und die werden wir suchen und nutzen.

GESCHÄFTSBEREICH STROM

Grosse Veränderungen im Strommarkt

Roger Bühler, Leiter Geschäftsbereich Strom

Im Stromvertrieb Schweiz übertrafen wir bei der Neukundenakquise mit 44,5 GWh unsere Ziele – ebenso beim Absatz der Regelenergie mit 8,5 MW. Zudem lancierten wir das Produkt Spitzenlastmanagement. In der Energieberatung haben wir äusserst erfolgreich die Produkte energo und PEIK vertrieben. Bei E-Mobility wird uns das Experiment Anwil in bester Erinnerung bleiben. In der Energiewirtschaft legten wir mit unseren präzisen Vorhersagen eine hohe Prognosegüte an den Tag. Wir entwickelten im Bereich Gas Deutschland die strukturierte Beschaffung sowie das Portfoliomanagement. Ebenfalls erarbeiteten wir das Risikomanagement und die Beschaffungsstrategie der HKN für die Schweiz und Deutschland.

Speziell zu erwähnen ist mit Sicherheit die Implementierung des Product Innovation Team, welches die systematische Aufarbeitung und Priorisierung von Ideen bis zur Markteinführung sicherstellt. Bei EBL Deutschland haben wir die Prozesse bei Operations verschlankt, die Ziele in der Kundenakquise erreicht, das Bestandeskundenmanagement sowie das Datawarehouse eingeführt. Ebenfalls setzten wir die Diversifikation der Vertriebskanäle erfolgreich um.

GESCHÄFTSBEREICH Netze

Hohe Verfügbarkeit zu tiefen Kosten

Norbert Bäckert, Leiter Geschäftsbereich Netze

Das ist das Ziel, das wir für unsere Kunden erreichen wollen. Wenn unsere Kunden in diesem Jahr wieder nur durchschnittlich 9,74 Min., bzw. 0,26-mal, ohne ihre gewohnte Stromversorgung auskommen mussten, dann war das ca. 10 Min. weniger als beim durchschnittlichen Schweizer. Bedenkt man nun noch, dass die EBL ihre Netznutzungspreise für 2019 um 6,5% senken konnte, ist dies die x-te Preissenkung in Folge und durchaus bemerkenswert.

Wie erreicht man so etwas? Zum einen sind dies die Früchte einer jahrelangen nachhaltigen Planung und Wartung der Anlagen. EBL ist in der glücklichen Lage, durch stetige Investitionen ihr Netz auf einem modernen Stand halten zu können. 2019 wurden wiederum 13 Mio. CHF in die Erneuerung der Asset Base investiert. Dies hat zur Folge, dass die Instandsetzungs- und Wartungskosten tief gehalten werden können. Somit konnten die Betriebskosten im Vergleich zum Vorjahr nochmals um 8% gesenkt werden. Was heisst nun aber „moderne Netzanlagen“? Auch hier hat die Digitalisierung Einzug gehalten und wo rechnergesteuerte Prozesse ablaufen, ist die Cyber Security sofort mit auf der Agenda. Wir haben 2018 unsere Leitsysteme wesentlich gegen Angriffe von aussen gestärkt.

GESCHÄFTSBEREICH Wärme

Gutes Resultat trotz warmem Jahr

Roger Scheidegger, Leiter Geschäftsbereich Wärme

Trotz einem überdurchschnittlich warmen Jahr dürfen wir auf eine erfolgreiche Geschäftsperiode zurückblicken. Dazu beigetragen haben die vielen neuen Fernwärmeanschlüsse. Insgesamt wurden neue Verträge mit Kunden abgeschlossen, die einem Energiebedarf von 600 Wohneinheiten entsprechen. Ein Highlight war Ende Jahr die Inbetriebnahme der neuen Energiezentrale in Schönried. Ausgestaltet als Chalet passt sich die Holzenergiezentrale optimal in die Tourismusregion ein.

Apropos Holz: Mit unseren Holzfeuerungen produzieren wir nicht nur umweltfreundliche und lokale Energie, sondern sind ein wichtiger Auftraggeber. Unser Holzbedarf sichert in der Forstwirtschaft und der Logistik mehr als 110 Arbeitsplätze. Der jährliche Holzbedarf all unserer Anlagen beträgt 250 000 Kubikmeter. Mit dieser Menge könnte man den Basler Messeturm 1,5-mal befüllen. So gross der Bedarf ist, so schnell wächst das Holz auch nach, denn es dauert nur 3 Tage, bis diese Holzmenge nachgewachsen ist. Nach wie vor ist die Fernwärme gefragt. Momentan entwickeln wir in den Gemeinden Frenkendorf, Waldenburg, Opfikon und Châtonnaye neue Projekte. Sollten sich genügend Kunden finden, werden die Bauprojekte ab 2020 umgesetzt.

GESCHÄFTSBEREICH Telecom

Ein herausforderndes Jahr

Adrian Koessler, Leiter Geschäftsbereich Telecom

Zwar verzeichneten wir einen Rückgang bei den Abonnementen von 1,5%, auf der politischen Ebene konnten wir zusammen mit dem Verband SUISSEDIGITAL jedoch massgeblich dazu beitragen, dass die Rahmenbedingungen für die Telecomnetze für die Zukunft weiterhin gut sind. So konnten die im Rahmen der Revision des Urheberrechts diskutierten Internetsperren verhindert werden.

Ein weiterer Erfolg konnte im Kampf um das zeitversetzte Fernsehen (Replay-TV) erzielt werden. So hat der Nationalrat im Dezember ein von den TV-Sendern eingebrachtes Werbespulverbot mit überwältigender Mehrheit wieder gekippt, obwohl ein solches von seiner Rechtskommission vorgeschlagen worden war. Im Konkurrenzkampf mit Streaming-Diensten wie Netflix ist Replay-TV vor allem auch für die Stärkung des klassischen Fernsehens wichtig. Dass ein Verbot oder eine Einschränkung verhindert werden konnte, kann für die Kunden nicht hoch genug eingeschätzt werden.

Dank der konsequenten Verfolgung unseres im Jahre 2012 eingeführten Optimierungsprogrammes konnten wir den Gewinn gegenüber 2017 um 400 KCHF steigern.

«In Zukunft fährt man elektrisch.»

TIMEA, ANWIL

Lagebericht

Trends

Die EBL setzt sich seit Jahren für eine nachhaltige Energieproduktion aus erneuerbaren Energien ein und nimmt die Besorgnisse der Bevölkerung über den Klimawandel sehr ernst.

Die EBL baute ihr Windparkportfolio im 2018 stark aus. Im Bereich der Geothermie wurde der Rekurs gegen den Bau des Geothermiekraftwerks in Haute Sorne im Kanton Jura vom Bundesgericht abgelehnt. Die EBL und ihre Partner wollen nun in einem Pilotprojekt den Tatbeweis für die Nutzung von Erdwärme für die Produktion elektrischer Energie erbringen. Wir sind überzeugt, dass die fast unerschöpfliche Energiequelle Erdwärme einen wichtigen Beitrag zur Produktion von Bandenergie in Zukunft leisten wird.

Im Bereich Elektromobilität hat die EBL zwei wichtige Meilensteine gesetzt: einerseits die Lancierung des europaweit grössten Elektro-Mobility-Hubs in Pratteln und andererseits das Projekt «Experiment Anwil», bei welchem ein ganzes Dorf den Umstieg auf Elektrofahrzeuge während einer Woche erlebt hat. Die EBL ist überzeugt, dass die Elektromobilität in Zukunft eine wichtige Rolle spielen wird.

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Management

Seit Juli 2018 führt Tobias Andrist als CEO die EBL Gruppe. Er löst Urs Steiner nach 17-jähriger Tätigkeit ab. Ebenfalls im Juli 2018 hat Alain Jourdan (CFO) Beat Andrist als stellvertretender CEO abgelöst.

Gruppenergebnis

Sämtliche Geschäftsbereiche der EBL entwickelten sich sehr erfreulich. Die EBL kann für 2018 einen neuen operativen Gewinnrekord vermelden.

Strom

Der Strommarkt stand auch im Geschäftsjahr unter starkem Wettbewerbsdruck. Der unter der Marke EBL verkaufte Strom reduzierte sich leicht um 4%, während der Brand Schweizstrom den Absatz um 89% steigern konnte. Auch in Deutschland ist es gelungen – trotz sehr intensivem Wettbewerb –, den Absatz um 22,8% zu erhöhen. Innovative Produkte wie Regelenergie/Spitzenlastmanagement erhöhen unsere Kundenbindung ebenso wie unsere Energieberatungsdienstleistungen und E-Mobility-Angebote.

Im Bereich Netz konnte wiederum eine hervorragende Netzverfügbarkeit von 99,9981% gewährleistet werden, trotz gros-sen Unwettern wie Burglind zum Jahresbeginn. Die Netznutzungstarife konnten im Geschäftsjahr weiter gesenkt werden.

Die innovative 30-MW-Solarthermieanlage TuboSol PE2 produzierte auch im Geschäftsjahr 2018 für 15 000 Haushalte zuverlässig erneuerbare elektrische Energie. Die Windenergieanlagen litten unter dem unterdurchschnittlichen Windaufkommen in Deutschland von –16% gegenüber dem langjährigen Mittel. Die von der EBL geführte Investitionsgesellschaft EBL Wind Invest AG akquirierte 2018 sieben Windparks. Dieses Investitionsangebot erfreut sich einer grossen Beliebtheit bei nachhaltig orientierten institutionellen Investoren, sodass auch 2018 neue Investoren beigetreten sind.

Wärme

Die Entwicklung der Projekte Opfikon, Frenkendorf, Waldenburg, Moudon und Worblental schreitet planmässig voran. Insgesamt wurden 193,7 GWh Wärme, vorwiegend aus CO2-neutraler Erzeugung, abgesetzt. Dadurch konnten 52 000 Tonnen CO2-Ausstoss vermieden werden.

Telecom

Die Wettbewerbsintensität hat sich weiter verschärft: Einerseits nahm die Anzahl der Kabelfernsehanschlüsse um 4,9% (Branchendurchschnitt –5,7%) auf 66 636 ab und andererseits sank der durchschnittliche Ertrag pro Benutzer (ARPU) um 15,2%. Die Anzahl Mobiltelefonie-Kunden konnte dagegen im Geschäftsjahr erfolgreich um 40,3% auf 6 711 gesteigert werden. Dank der Realisierung von beachtlichen Kosteneinsparpotenzialen konnte der Gewinn gegenüber dem Vorjahr gesteigert werden.

Ausblick

Für das Jahr 2019 rechnen wir weiterhin mit soliden Resultaten. Im Stromvertrieb wird der Wettbewerb intensiv bleiben. Wir planen, das Wachstum mit der Marke Schweizstrom in Deutschland und in der Schweiz weiter voranzutreiben, und wollen mit innovativen Produkten einen Mehrwert für die Kunden schaffen. Im Bereich Netz werden wir 2019 in den Ersatz von zwei Transformatorenanlagen der Netzebene 4 investieren, um die Versorgungssicherheit aufgrund von höherem Bedarf weiterhin zu gewährleisten. Durch die Verdichtung bestehender Anlagen mit neuen Anschlüssen sowie Prozessoptimierungen soll die Profitabilität im Bereich Wärme weiter gesteigert werden. Neubauprojekte werden zielstrebig entwickelt. In der Sparte Telekommunikation möchten wir in der Mobiltelefonie weiter wachsen. Die Anzahl Kabelfernsehanschlüsse wollen wir halten und die Kundenbindung erhöhen. Verbesserungspotenziale gehen wir bewusst an, um die Wertschöpfung für den Kunden kontinuierlich zu erhöhen.

GESELLSCHAFTSORGANE

Die Geschäftsleitung

Geschäftsleitung
1
2
3
4
5
6
1

Roger Bühler

Leiter Geschäftsbereich Strom

Sparte Strom

2

Adrian Koessler

Leiter Geschäftsbereich Telecom

Sparte Telecom

3

Tobias Andrist

CEO

4

Roger Scheidegger

Leiter Geschäftsbereich Wärme

Sparte Wärme

5

Alain Jourdan

CFO / Stv. CEO

Financial Services

6

Norbert Bäckert

Leiter Geschäftsbereich Netz

Sparte Netz

Die Organe der Genossenschaft

Organisation

Die EBL ist als privatrechtliche Genossenschaft organisiert. Die Genossenschafter sind juristische und private Personen sowie fünf Dorfgenossenschaften. Sie besitzen Liegenschaften, die am Stromnetz der EBL angeschlossen sind. Die Rechte der Mitglieder werden durch die Delegiertenversammlung ausgeübt. Am 7. Juni 2018 trafen sich die Delegierten zur ordentlichen Versammlung in der Mehrzweckhalle «Stutz» in Lausen. Gezählt wurden 188 Delegierte sowie zahlreiche Gäste.

Bericht aus der Delegiertenversammlung.

CEO Urs Steiner informiert über das Geschäftsergebnis und den Erfolg der verschiedenen Geschäftsbereiche der EBL. Als Highlight bezeichnet er das Leuchtturmprojekt Erneuerbare Energieschiene Ergolztal (3ET), welches konsequent weiterentwickelt wird. Nach dem Kauf der Fernwärmeanlage Liestal und der Inbetriebnahme des Holzheizkraftwerkes in Pratteln ist die EBL dem Ziel der Erneuerbaren Energieschiene Ergolztal wieder einen wichtigen Schritt nähergekommen. Mit einem Investitionsvolumen von gegen MCHF 340 für das Baselbieter Leuchtturmprojekt soll auf einer Energieschiene von Pratteln bis Sissach erneuerbare Wärme für 18 930 Haushalte geliefert werden. Dank der gros-sen Kompetenz im Bau und Betrieb von Fernwärmeanlagen hat die EBL den Zuschlag für zwei weitere Grossprojekte erhalten, namentlich für die Energieschiene Worblental und den Energieverbund Opfikon. Das Investitionsvolumen umfasst zusammen MCHF 70. CFO Alain Jourdan legt die Zahlen für das Geschäftsjahr 2017 vor. Demnach konnte die EBL den Umsatz weiter steigern und steht als kerngesundes Unternehmen mit hohem Eigenkapitalwert da.

 

Neuaufstellung der Geschäftsleitung

Mit Urs Steiner und Beat Andrist demissionierten zwei verdiente Mitarbeiter per 30. Juni 2018. Wir danken beiden für die umsichtige und visionäre Führung, unter welcher sich die EBL entscheidend weiterentwickeln konnte.

Der Verwaltungsrat ernannte Tobias Andrist zum neuen CEO der EBL, als sein Stellvertreter wurde Alain Jourdan gewählt. Des Weiteren verantwortet neu Roger Bühler die Sparte Strom und Roger Scheidegger die Sparte Wärme. Wir heissen beide in der Geschäftsleitung herzlich willkommen und wünschen ihnen mit den neuen Aufgaben viel Erfolg.

 

EBL Organigramm
Verwaltungsrat

Erich Geiser, Bennwil, Präsident
Thomas De Courten, Rünenberg, Vizepräsident 
Christoph Buser, Füllinsdorf
Alexander Heinzelmann, lic. iur., Ramlinsburg
Heiner Oberer, Pratteln
Rudolf Schaffner, Sissach
Dr. Beat Sturzenegger, Vordemwald
Stefan Weber, Arboldswil 
Beat Zeller, Tecknau

Revisionsstelle

BDO AG, Liestal

Geschäftsleitung

Tobias Andrist
CEO, zentrale Funktionen, Stromproduktion

Alain Jourdan
Stv. CEO, Finanzen und Dienste

Norbert Bäckert
Netz

Roger Scheidegger
Wärme

Adrian Koessler
Telecom

Roger Bühler
Strom